Die Rinder verlassen die Rheinaue

Heute, am 08.11.2019 ist es soweit – die Rinder werden, ob sie wollen oder nicht, in einen Viehtransporter verladen und abtransportiert.

ViehtransporterLaut Plan sollten die Tiere eigentlich schon vor vier Wochen abgeholt werden, aber nach Plan läuft hier ja eh nicht besonders viel. Das bis heute nicht markierte Kalb hat jetzt zumindest die Chance, dass mal ein Tierarzt im Stall auf das Tier schaut.

Da es keine Fangeinrichtung für die Rinder gibt, hat der Landwirt mit Zaun, Gittern und dem Traktor improvisieren müssen. Auch das ist ja für die Rinderhaltung in der Rheinaue bezeichnend. Planlos ist ja die Grundlage für nachhaltigen Naturschutz in der Rheinaue.

Fang mich - Rinder treiben in der RheinaueWie man auf dem zweiten Bild sehen kann, sind noch reichlich Zaunpfähle übrig geblieben. Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Zaun jetzt, wie in der Planung beschrieben, in großen Teilen abgebaut wird. Wahrscheinlich bleibt einfach alles über den Winter so stehen und dann guckt man im Frühjahr mal, ob es ein Hochwasser gegeben hat und welche Folgen das für dieses durchdachte Bauwerk hatte. Der Stadtverwaltung ist das eh wurscht. Ein großer Teil der Zaunpfähle im westlichen „Beweidungsgebiet“ steht frei und einzeln in der Wiese. Von diesen Dingern dürfte bei einem Hochwasser ein großer Teil rheinabwärts schwimmen gehen. Eine Gefahr für die Schifffahrt (oder Kanufahrer…) besteht nach Aussage der Stadt nicht. Da sind sie sich ganz sicher. Gut das bei einem Unfall oder Schaden niemand aus der Verwaltung persönlich die Verantwortung übernehmen muss – das macht diese Entscheidung sicher leichter.