Statements von Politikern, nach Spaziergang durch die Rheinaue mit der BI Unser Worringen

OB Kandidat  SPD – Andreas Kosisski

Bürgerinnen und Bürger müssen in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Auf Einladung der Bürgerinitiative Unser Worringen habe ich mir die Rheinauen in Köln-Worringen angesehen. Von heute auf morgen wurden hier Zäune gesetzt, die den Menschen den Zugang zur Aue und zum Wasser versperren. Die Bürgerinnen und Bürger in Worringen wurden in die Pläne nicht einbezogen, haben aber gute Ideen für konstruktive Lösungen. Hier zeigt sich wieder: man muss Politik mit den Menschen machen und nicht gegen sie!

SPD – Gerhard Wolff 

Heute haben sich die Bürgerinitiative Unser Worringen und SPD Stadtrat Jürgen Kircher und meine Wenigkeit als Kandidat der SPD für der Stadtbezirk 6 in Köln in der Rheinaue getroffen. Die Bürgerinitiative macht sich stark dafür, dass die Rheinaue von der Bevölkerung stärker genutzt werden kann. Zur Zeit ist dies durch ein Konzept der Stadt sehr eingeschränkt. Ein Landwirt lässt durch Rinder die eingezäunten Wiesen beweiden. Durch einen Kompromiss können einige Wege durch das unter Naturschutz stehende Gelände wenigstens genutzt werden. In dem heutigen Gespräch fordert die Initiative mehr Einsatz von den Politikern. In einem sachlich geführten Gespräch wollen wir nach den Wahlen gemeinsam, vielleicht an einem Runden Tisch, nach weiteren Lösungen suchen.

SPD – Jürgen Kircher

Vor Ort mit der Bürgerinitiative „Unser Worringen“ in den Worringer Rheinauen. Gute Gespräche bis zu dem Zeitpunkt wo aus einigen Tropfen Wasser ein heftiger kurzer Regenschauer wurde und uns alle durchnässt hat. Das hat weder Gerhard Wolff noch mich daran gehindert weiterhin mit der Bürgerinitiative zwar klatschnass aber mitten in den Rheinauen die Probleme vor Ort zu besprechen. Vielen Dank für die Einladung und den guten Gesprächen und ich freue mich sie alle bei mir am Wahlstand am Kaffeemobil bei diversen Kaffeespezialitäten begrüßen zu können.

Die Linke – Klaus Roth

Am 11. August war ich wieder einmal mit Freundinnen und Freunden von der Bürgerinitiative „Unser Worringen“ in der Rheinaue unterwegs. Gegen Ende unseres Spaziergangs wurde ich gefragt, was denn mein Eindruck nach den verschiedenen Besuchen gewesen sei. Ich antwortete: „Es wird von mal zu mal schlimmer.“ Das war nicht so daher gesagt, ich sehe, wie der Zustand der Rheinaue bei jedem Besuch schlechter ist, als beim letzten Mal. Darauf nahm man mir das Versprechen ab, für die Website der Initiative einen kurzen Bericht abzufassen. Ich sagte zu, das nach der Sitzung der Bezirksvertretung am 20. August zu tun, um gleichzeitig darüber zu berichten, was es dort Neues über die Rheinaue gab. Die Einzäunung an beiden Seiten des Treidelpfads ist ja für diese Saison geändert worden. Statt der massiven Zäune des Vorjahres stecken nun Stangen im Boden, an denen Drähte befestigt sind. Im August zeigte sich deutlich, dass dieses System absolut untauglich ist. Darauf deuten die vielen abgebrochenen Stangen hin, die nur zum Teil weggeräumt waren. Wohl grundsätzlich lässt der Bauer den übrig gebliebenen Teil in der Erde stecken. Dadurch besteht die Gefahr, dass die Tiere sich verletzen, wenn sie darauf treten. Der älteste Bulle lahmte auch erheblich, wobei wir selbstverständlich nicht die Ursache feststellen konnten. Je weiter wir den Treidelpfad entlang gingen, desto mehr von den Drähten lagen auch auf dem Boden. Die sind dort schwer zu erkennen, weshalb auch zwei Personen darin hängen blieben und einen Sturz gerade noch vermeiden konnten. Fast während des ganzen Spaziergangs war eines der Rinder außerhalb der Weide. Aber am Ende sprang es durch den Zaun und gesellte sich wieder zur Herde. Was braucht es mehr um zu beweisen, dass diese Zäune unnütz sind? Da sie auch noch gefährlich sind (s.o.), darf das nicht so bleiben. Übrigens sind die Bodenbrüter wohl aus dem Weidegebiet verschwunden.Die Bezirksvertretung hatte unter anderem beschlossen: „Die Wegeführung muss im gesamten Naturschutzgebiet erkenntlich sein und an den Zugängen mit Informationstafeln erläutert werden.“ Das ist bekanntlich immer noch nicht der Fall. Zur Sitzung am 20. August vertröstete die Verwaltung auf das nächste Jahr.Straßen NRW behauptete „Erste Erfolgskontrollen stellen ein sehr gutes Ergebnis dar.“ und verwies auf Vögel, die ihre Nahrung im Rhein finden. Und schließlich: „Zusammenfassend ist festzustellen, dass die extensive Beweidung nicht zum Verschwinden der bekannten Offenlandarten im Gebiet führt.“ Da stellt sich doch die Frage, was die Grundlage für diese Behauptungen ist. Das ist jedenfalls nicht der Nachweis, dass das Beweidungskonzept funktioniert und das Biotop nicht geschädigt wird. Dieser Nachweis hätte schon nach dem ersten Jahr erbracht werden müssen. Ich wollte beantragen, dass uns ein entsprechender detaillierter Bericht in der zweiten Sitzung der neuen Bezirksvertretung vorzulegen ist. Aber leider durfte ich nicht sprechen. Formal war das korrekt, denn in der Geschäftsordnung steht, dass zu der Antwort auf eine Frage nur der sprechen darf, der ursprünglich die Frage gestellt hatte. Von der Sache her ist es aber unsinnig, denn die Antwort enthält für alle Mitglieder der BV neue Informationen, zu denen sie deshalb auch Stellung nehmen können sollten. Und gehandhabt haben wir das die ganzen sechs Jahre nicht so. Wozu Corona doch alles herhalten muss. 17.08.2020

GUT Köln – Tom Lappe –

Liebe Worringer,

danke nochmal für die Einladung, die wir gerne angenommen haben. Trotz des Regens haben wir den Spaziergang durch die Rinderwiesen als interessant und aufschlussreich empfunden. Eure Erläuterungen haben das Bild, dass wir durch das Lesen der städtischen Unterlagen hatten, ergänzt und relativiert. Deutlich wurde dabei die fragwürdige Qualität der Ansiedlung der Rinder. Die Begehung hat uns bestätigt in unserem Eintreten für Bürgerbeteiligung. Genau wie ihr sehen wir das „Monitoring“, dem Nachhalten der vor allem qualitativen Umsetzung von Beschlüssen als äußerst wichtig an.Wir haben euch als engagierte Menschen vor Ort kennengelernt. Ihr habt auch deutlich gemacht, dass ihr euch für Naturschutz einsetzt, aber auch Kompromissbereitschaft signalisiert, was u.a. auch die Begehbarkeit für Hundebesitzer betrifft.Wir werden uns nach der Wahl für eine Umsetzung des vereinbarten Monitorings der Beweidungsmaßnahme für die Verbesserung des Natur- und Klimaschutzes einsetzen und bei der Kommunikation mit allen Beteiligten unterstützen.

Tom Lappe & Steffen Böning von GUT Köln

FDP – Jürgen Stöffel

Vielen Dank für den Rundgang und die informative Diskussion an der Worringer Rheinaue. Ich freue mich insbesondere über das Wiedersehen und den inzwischen regelmäßigen Austausch. Als Anwohner der Rheinauen vereinen uns dieselben Ziele: der Erhalt unseres schönes Naturschutzgebietes und die Möglichkeit des freien Zugangs für die Menschen. Die BI Worringen setzt sich vorbildlich für diese Ziele ein und ist damit ein Vorbild für alle Anwohner in den benachbarten Rheindörfern.

Ich wünsche einen weiterhin erfolgreichen Einsatz und freue mich bereits auf weitere gute Zusammenarbeit!

CDU – Birgitta Nesseler-Komp

Noch ausstehend

Bilder der Kreideschlange vom 30.08.2020

Rhine CleanUp 12. September 2020 – Rheinaue Worringen

Unser diesjähriges RhineCleanUp war wieder ein voller Erfolg.

Wir waren insgesamt 30 Personen, die sich zum Müll sammeln in der Worringer Rheinaue getroffen haben – mit bei dieser Aktion war auch Herr Kießwetter und 2 Kollegen (Grüne). Vor dem Start um 10 Uhr wurden Westen, Handschuhe und Müllsäcke verteilt. Dann ging es los zum Sammeln. Einige aus der BI „Unser Worringen“ hatten Bollerwagen dabei, damit die – teils schweren – Säcke zum Ausgangspunkt am Werthweg transportiert werden konnten. Wir haben in der Zeit von fast 3 Stunden insgesamt über 2 Tonnen Müll in der Rheinaue gesammelt und das war bei weitem noch nicht alles.

Die AWB – bei der unsere Aktion auch angemeldet war – stand zum Ende der Veranstaltung schon bereit, um die ganzen Müllsäcke, alte Reifen, ein Grill, jede Menge Plastikteile, Flaschen und sogar eine Badewanne abzuholen. Gegen 13 Uhr war der Platz am Werthweg wieder aufgeräumt und sauber.

Wir bedanken uns herzlich bei allen kleinen und großen Müllsammlern für dieses tolle Ergebnis.

Nur mit Unterstützung von den Bürgern kann es uns gelingen, unser Naturschutzgebiet zu erhalten. Die BI „Unser Worringen“ wird auch im nächsten Jahr wieder bei dieser Aktion – hoffentlich wieder mit vielen Helfern – dabei sein.

Bilder zum Rhine CleanUp 12. September 2020 – Rheinaue Worringen