Müll-Sammel-Aktion in der Rheinaue

Bei schönem Wetter hatte die Bürgerinitiative (BI) Unser Worringen am Samstag( 17.04.2021) von 10 Uhr – 12 Uhr wieder aktiv zu einer kleinen Müll-Sammel-Aktion in die Worringer Rheinaue eingeladen.

Nach Eintrag in die Teilnehmerliste und einer kurzen – Corona konformen – Einweisung über das Verhalten im Naturschutzgebiet (zur Brut- und Setzzeit), sind wir mit Mülltüten und Handschuhen bewaffnet in kleinen 2-er Gruppen, Familien im Verbund, auf die Suche nach Müll gegangen.Dieser wurde zum Teil durch das Hochwasser angespült, aber leider auch durch Müll-Sünder verursacht.

Gegen 12 Uhr war die kleine Aktion beendet und es kam am Schluss wieder eine beträchtliche Menge zusammen.Lt. AWB, die den von uns gesammelten Müll gegen 12.15 Uhr abgeholt hat, war es eine Gesamtmenge von ca. 2,5 Tonnen, die wir in der kurzen Zeit gesammelt haben.

Geschafft, aber sehr zufrieden, dass wir wieder einen kleinen Beitrag  für den Naturschutz und den Erhalt unseres Naturschutzgebietes Rheinaue Worringen geleistet haben, wurde die Aktion beendet.

Wir danken allen fleißigen Helfern.

Spätestens zum nächsten Rhine-Clean-Up sind wir wieder mit der BI Unser Worringen dabei.

Offener Briefder Bürgerinitiative Unser Worringen an den Worringer Bürgerverein

Liebe Worringerinnen und Worringer,

mit ungläubigem Erstaunen haben wir als Mitglieder des Bürgerverein Köln-Worringen e.V. einen Brief, den Herr Kaspar Dick (Vorsitzender) und Herr Paul-Reiner Weissenberg (stv. Vorsitzender) am 25.11.2020 im Namen unseres Bürgervereins Köln-Worringen e.V. an unseren Bezirksbürgermeister Reinhard Zöllner gesendet haben, zur Kenntnis genommen. (Quelle: https://buergerverein-merkenich.de/wp-content/uploads/2020/12/Runder-Tisch-NSG-Stellungnahme-Worringen.jpeg)

In diesem Schreiben ging es um einen Antrag, den Inan Gökpinar als Fraktionsvorsitzender der SPD Chorweiler in der Bezirksvertretungssitzung vom 03.12.2020 stellte. Für die neue Legislaturperiode hat sich die SPD-Fraktion in der BV Chorweiler zum Ziel gesetzt, mehr Bürgerbeteiligung, in diesem Fall in Form eines „Runden Tisches“, zu ermöglichen.

Der Bürgerverein Köln-Worringen e.V. hat es sich ebenfalls, wie man der Homepage des Vereins entnehmen kann, „(…) zur Aufgabe gemacht, unter Wahrung der politischen und konfessionellen Neutralität die Interessen der Worringer Bürgerinnen und Bürger wahrzunehmen“,
in dem er

  • „in allen den Stadtteil betreffenden Fragen Verbindung zu Rat und Verwaltung der Stadt Köln, zur Bezirksvertretung, zu politischen Parteien und sonstigen Gruppierungen hält.
  • Vorschläge für Verbesserungen im Stadtteil macht. Er nimmt Anregungen auf, fördert bürgerschaftliches Engagement und übt bei Bedarf Kritik.
  • mit allen Vereinen und Gemeinschaften, die sich Worringen verpflichtet fühlen, kooperiert.
  • sich für Landschaftspflege und Umweltschutz einsetzt. Stille Erholung auf vorhandenen Wegen muss für die Bürger auch in den Naturschutzgebieten dauerhaft gewährleistet bleiben.“

(Quelle: https://www.bv-worringen.de/buergerverein/historie-leitlinien )

Und genau diesen selbstgesetzten Zielen widerspricht sich der Bürgerverein Köln-Worringen e.V. mit dem oben genannten Schreiben in allen Punkten!

Bei der als Argumentationshilfe gelieferten Behauptung, dass „die Rückmeldungen aus der Bevölkerung durchweg positiv wären“, kann es sich lediglich um einen subjektiven Eindruck handeln, da eine repräsentative Befragung der etwa 400 Mitglieder, geschweige denn der gesamten ca. 11.000 Einwohner Worringens zu keiner Zeit stattgefunden hat.

Da uns das Thema Rheinaue als Naturschutz- und Erholungsraum besonders am Herzen liegt, haben wir in der Vergangenheit mehrfach das Gespräch mit dem Vorstand unseres Bürgervereins gesucht. Wenn der Vorstand uns auch nicht die gewünschte Unterstützung zusagen wollte, sicherte man uns zumindest eine „friedliche Koexistenz“ zu. Dieser Kompromiss wurde spätestens mit dem oben genannten Brief an den Bezirksbürgermeister ad absurdum geführt.

Unabhängig davon, dass wir uns als Bürgervereinsmitglieder von einer (inoffiziellen) Denunzierung einzelner Oppositionsmitglieder und (Worringer) Gruppierungen, ausdrücklich distanzieren wollen, wünschen wir uns zukünftig einen Bürgervereinsvorstand, der seiner Verantwortung als Bindeglied zwischen Politik, Verwaltung und allen Worringer Bürgern in der oben erwähnten Neutralität nachkommt. Dazu bedarf es zwingend einer offenen Kommunikation und einer verlässlichen, konstruktiven Zusammenarbeit in allen den Stadtteil betreffenden Belangen.

Weil Worringen uns allen am Herzen liegt!

In diesem Sinne wünschen wir einen guten Start ins neue Jahr!

Ihre Bürgerinitiative Unser Worringen

Liebe Rheinauen-Liebhaberinnen und -liebhaber, ein neues Jahr hat begonne

Zeit noch einmal auf 2020 zurückzublicken. Auch wenn uns die Corona-Krise natürlich etwas eingeschränkt hat, sind wir alles andere als untätig gewesen und haben mit unverändertem Engagement für unsere Worringer Rheinaue als Natur- und Naherholungsraum gekämpft. 

Zum Jahresauftakt nahmen wir im Februar als Glanrinder und Wiesenpieper am Worringer Rosenmontagsumzug teil. Die Teilnahme selbst und auch die Vorbereitungen dazu sorgten innerhalb unserer Bürgerinitiative für viel Spaß, neue engagierte Mitglieder und unsere Gruppe fand großen Anklang bei den Worringer Karnevalisten. Von März an nahmen Mitglieder unserer Bürgerinitiative an allen Sitzungen der Bezirksvertretung Chorweiler bis zum Jahresende teil, um immer über die aktuelle Entwicklung in Sachen Worringer Rheinaue und andere Themen, die den Kölner Norden betreffen, auf dem Laufenden zu sein. Damit besonders unser Anliegen nicht unter den Tisch fällt, haben wir immer wieder Anträge gestellt, um das schlecht umgesetzte Beweidungskonzept auf die Tagesordnung setzen zu lassen und so die Diskussion darüber am Laufen zu halten.

 In der Zwischenzeit wurden die Zäune, die über den Winter wegen der Hochwassergefahr teilweise abgebaut waren, wiederaufgebaut und repariert und die Rinder kamen zurück. Die weiterhin andauernden Missstände wie das Beschädigen der Zäune durch die Rinder, die liegengelassenen Reste der Zaunreparaturen durch den zuständigen Landwirt und/oder seine Mitarbeiter mitten im Naturschutzgebiet, die Tatsache, dass die Rinder trotz Hitze im Sommer ohne den im PEPL vorgeschriebenen Unterstand waren u.v.m. wurden von uns über die ganze Beweidungszeit kontinuierlich an die verantwortlichen Ansprechpartner der unteren Naturschutzbehörde und des Veterinäramts weitergeleitet und teilweise auch angezeigt.

 Unmittelbar nach der Neuerrichtung der Zäune häuften sich leider Fälle von Vandalismus, die Zäune wurden immer wieder zerschnitten. Nachdem im Mai plötzlich an den Eingängen zum Treidelpfad Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma patrouillierten und unbescholtenen SpaziergängerInnen folgten, diese teilweise sogar fotografierten, intensivierten wir unser Bemühen, mit der Verwaltung der Stadt Köln konstruktive Gespräche zur Verbesserung der Situation für alle Beteiligten zu führen.

 Zeitgleich suchten wir auch den Austausch mit den Bürgern und Bürgervereinen der anderen Rheindörfer rheinaufwärts, deren Rheinauen die Stadt Köln ebenfalls als Ausgleichsflächen geplant hat.

 Anfang Mai fand dann unter Corona-Bedingungen ein Gespräch mit den Verantwortlichen des Amt für Landschaftspflege und Grünflächen Herrn Dr. Bauer, Frau Weil, Frau Dr. Dresen und Frau Esser (Straßen NRW), Herrn Klais (Bürgerverein Merkenich) und Frau Lang aus Rheinkassel in den Rheinauen statt. Nach anfänglicher Spannung gelang ein recht konstruktives Gespräch, dass eine Beteiligung der Bürgerinitiative an weiteren Gesprächen und Planungen in Aussicht stellte. 

Ein weiteres Gespräch im Juni zerschlug diese Hoffnung jedoch leider wieder: Die Verwaltung hielt kompromisslos am Beweidungskonzept in der aktuellen Umsetzung fest.

 Parallel zu unseren Bemühungen bezüglich der Verwaltung knüpften wir neue und vertieften bereits bestehende Kontakte zur Politik und luden zahlreiche PolitikerInnen zum Gespräch vor Ort ein, um auf die unzufriedenstellende Situation aufmerksam zu machen und auch um im Hinblick auf die anstehenden Kommunalwahlen die Haltung der Parteien, bzw. ihrer Mitglieder in unserer Sache auszuloten.

 Folgende Gespräche konnten wir führen: 

01. August 2020: Spaziergang mit Andreas Kossiski (OB Kandidat), Frau Theis, Inan Gökpinar u. Mattis Dieterich von der SPD 

11. August 2020 Spaziergang mit Ralf Kiesswetter und Eike Danke von DIE GRÜNEN und Klaus Roth von DIE LINKE 

13. August 2020 Spaziergang mit Jürgen Stöffel und Rolf Albach von der FDP 

18. August 2020 Spaziergang mit Jürgen Kircher u. Gerhard Wolff von der SPD 

25. August 2020 Spaziergang mit Steffen Böning u. Tom Lappe von GUT Köln

 08. September 2020 Spaziergang mit Birgitta Nesseler-Komp von der CDU

 Auch die amtierende Oberbürgermeisterin Henriette Reker hatte uns im Juli eine Terminzusage für Ende August gegeben. Dieser Termin wurde aber leider kurzfristig und ersatzlos abgesagt.

 Ebenso sagte der amtierende Bezirksbürgermeister Reinhard Zöllner wegen Terminüberschneidung ab, einen Ersatztermin bot auch er uns nicht an.

 Während die einen fleißig die Kontakte zur Politik pflegten, bereiteten die anderen ein weiteres Highlight für unsere Bürgerinitiative und alle interessierten (Worringer) Bürger vor: die Kunstaktion Rhein-Auen-Kreide-Schlange. Unterstützt durch die Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB) und den BV Worringen organisierte unsere BI eine Mitmach-Aktion auf dem Rheindamm vom Pumpwerk am Werthweg aus Richtung Langel durch, bei der die Teilnehmer sich künstlerisch in Wort und Bild mit Straßenmalkreide auf dem Deich „verewigen“ und so ihre Haltung zum Beweidungskonzept kundtun konnten – natürlich auch wieder unter Einhaltung der Corona-Bedingungen. Dieses Projekt fand großen Anklang bei Jung und Alt, teilweise waren sogar Teilnehmer von weit her angereist. Auch zahlreiche Vertreter der Presse waren dabei und berichteten anschließend in der Tagespresse wohlwollend. 

Da trotz Beweidungskonzept viel Müll in der Rheinaue landet, sowohl auf der Weidefläche als auch drumherum, nahmen wir auch in diesem Jahr wieder mit zahlreichen, fleißigen Helfern am Rhine-Clean-Up teil. Und das mit großem Erfolg! Nach Aussage der AWB-Mitarbeiter sammelten wir innerhalb von drei Stunden etwa zwei Tonnen Müll und Unrat ein.

 Anfang November wurde ohne Vorankündigung der provisorische Zaun rechts und links des Treidelpfads entfernt.

 Diese Zäune wurde von den Rindern von Anfang an ständig missachtet und heruntergetreten oder hochgedrückt, so dass der Spaziergang dort häufig von gefährlichen Stolperfallen beeinträchtigt wurde. Daher werten wir dies als kleinen Teilerfolg für unsere Bemühungen, dort wieder einen angenehmeren Aufenthalt in der Natur zu ermöglichen. Und ebenso wie z.B. in den Alpen war ein friedliches Miteinander von Mensch und Tier beim Überqueren der Weide problemlos möglich.

Auch nach den Kommunalwahlen setzten wir unsere Spaziergänge mit Verantwortlichen fort. Am 6. Oktober besuchte uns Sönke Geske vom NABU Leverkusen, welcher entscheidend in die Planung und Umsetzung unseres Beweidungskonzepts involviert ist.

 Am 13. Oktober trafen wir uns mit dem Umweltdezernenten Prof. Dr. Harald Rau zu einer Begehung der Rheinaue, der sich, auch wenn er zurzeit durch die Corona-Krise sehr eingebunden ist, offen für weitere Gespräche zeigte. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, es war ein arbeitsames, intensives Jahr für unsere Bürgerinitiative mit vielen schönen, hoffnungsvollen Momenten. Aber auch der „Stillstand“, dem wir an einigen Stellen begegnen mussten, wird uns nicht davon abhalten, weiter für unsere Sache – die Worringer Rheinaue als Naturschutzgebiet und Naherholungsraum für die Menschen“ – zu kämpfen. Wir haben in unseren zahlreichen Gesprächen viele Unterstützer gefunden, die uns auf unserem weiteren Weg begleiten werden. Frei nach dem Motto: „Am Ende wird alles gut – und wenn es noch nicht gut wird, ist es auch noch nicht das Ende!“ (Oscar Wilde)  

Alle Interessierten können unser Tun gerne auf unserer Homepage unserworringen.de und auf Facebook in der Gruppe Unser Worringen verfolgen. Und wer Lust hat, sich aktiv zu beteiligen, ist herzlich zu einem unserer nächsten (virtuellen) Treffen eingeladen.

 Liebe Grüße

 Bürgerinitiative Unser Worringen                                                                                                       

Statements von Politikern, nach Spaziergang durch die Rheinaue mit der BI Unser Worringen

OB Kandidat  SPD – Andreas Kosisski

Bürgerinnen und Bürger müssen in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Auf Einladung der Bürgerinitiative Unser Worringen habe ich mir die Rheinauen in Köln-Worringen angesehen. Von heute auf morgen wurden hier Zäune gesetzt, die den Menschen den Zugang zur Aue und zum Wasser versperren. Die Bürgerinnen und Bürger in Worringen wurden in die Pläne nicht einbezogen, haben aber gute Ideen für konstruktive Lösungen. Hier zeigt sich wieder: man muss Politik mit den Menschen machen und nicht gegen sie!

SPD – Gerhard Wolff 

Heute haben sich die Bürgerinitiative Unser Worringen und SPD Stadtrat Jürgen Kircher und meine Wenigkeit als Kandidat der SPD für der Stadtbezirk 6 in Köln in der Rheinaue getroffen. Die Bürgerinitiative macht sich stark dafür, dass die Rheinaue von der Bevölkerung stärker genutzt werden kann. Zur Zeit ist dies durch ein Konzept der Stadt sehr eingeschränkt. Ein Landwirt lässt durch Rinder die eingezäunten Wiesen beweiden. Durch einen Kompromiss können einige Wege durch das unter Naturschutz stehende Gelände wenigstens genutzt werden. In dem heutigen Gespräch fordert die Initiative mehr Einsatz von den Politikern. In einem sachlich geführten Gespräch wollen wir nach den Wahlen gemeinsam, vielleicht an einem Runden Tisch, nach weiteren Lösungen suchen.

SPD – Jürgen Kircher

Vor Ort mit der Bürgerinitiative „Unser Worringen“ in den Worringer Rheinauen. Gute Gespräche bis zu dem Zeitpunkt wo aus einigen Tropfen Wasser ein heftiger kurzer Regenschauer wurde und uns alle durchnässt hat. Das hat weder Gerhard Wolff noch mich daran gehindert weiterhin mit der Bürgerinitiative zwar klatschnass aber mitten in den Rheinauen die Probleme vor Ort zu besprechen. Vielen Dank für die Einladung und den guten Gesprächen und ich freue mich sie alle bei mir am Wahlstand am Kaffeemobil bei diversen Kaffeespezialitäten begrüßen zu können.

Die Linke – Klaus Roth

Am 11. August war ich wieder einmal mit Freundinnen und Freunden von der Bürgerinitiative „Unser Worringen“ in der Rheinaue unterwegs. Gegen Ende unseres Spaziergangs wurde ich gefragt, was denn mein Eindruck nach den verschiedenen Besuchen gewesen sei. Ich antwortete: „Es wird von mal zu mal schlimmer.“ Das war nicht so daher gesagt, ich sehe, wie der Zustand der Rheinaue bei jedem Besuch schlechter ist, als beim letzten Mal. Darauf nahm man mir das Versprechen ab, für die Website der Initiative einen kurzen Bericht abzufassen. Ich sagte zu, das nach der Sitzung der Bezirksvertretung am 20. August zu tun, um gleichzeitig darüber zu berichten, was es dort Neues über die Rheinaue gab. Die Einzäunung an beiden Seiten des Treidelpfads ist ja für diese Saison geändert worden. Statt der massiven Zäune des Vorjahres stecken nun Stangen im Boden, an denen Drähte befestigt sind. Im August zeigte sich deutlich, dass dieses System absolut untauglich ist. Darauf deuten die vielen abgebrochenen Stangen hin, die nur zum Teil weggeräumt waren. Wohl grundsätzlich lässt der Bauer den übrig gebliebenen Teil in der Erde stecken. Dadurch besteht die Gefahr, dass die Tiere sich verletzen, wenn sie darauf treten. Der älteste Bulle lahmte auch erheblich, wobei wir selbstverständlich nicht die Ursache feststellen konnten. Je weiter wir den Treidelpfad entlang gingen, desto mehr von den Drähten lagen auch auf dem Boden. Die sind dort schwer zu erkennen, weshalb auch zwei Personen darin hängen blieben und einen Sturz gerade noch vermeiden konnten. Fast während des ganzen Spaziergangs war eines der Rinder außerhalb der Weide. Aber am Ende sprang es durch den Zaun und gesellte sich wieder zur Herde. Was braucht es mehr um zu beweisen, dass diese Zäune unnütz sind? Da sie auch noch gefährlich sind (s.o.), darf das nicht so bleiben. Übrigens sind die Bodenbrüter wohl aus dem Weidegebiet verschwunden.Die Bezirksvertretung hatte unter anderem beschlossen: „Die Wegeführung muss im gesamten Naturschutzgebiet erkenntlich sein und an den Zugängen mit Informationstafeln erläutert werden.“ Das ist bekanntlich immer noch nicht der Fall. Zur Sitzung am 20. August vertröstete die Verwaltung auf das nächste Jahr.Straßen NRW behauptete „Erste Erfolgskontrollen stellen ein sehr gutes Ergebnis dar.“ und verwies auf Vögel, die ihre Nahrung im Rhein finden. Und schließlich: „Zusammenfassend ist festzustellen, dass die extensive Beweidung nicht zum Verschwinden der bekannten Offenlandarten im Gebiet führt.“ Da stellt sich doch die Frage, was die Grundlage für diese Behauptungen ist. Das ist jedenfalls nicht der Nachweis, dass das Beweidungskonzept funktioniert und das Biotop nicht geschädigt wird. Dieser Nachweis hätte schon nach dem ersten Jahr erbracht werden müssen. Ich wollte beantragen, dass uns ein entsprechender detaillierter Bericht in der zweiten Sitzung der neuen Bezirksvertretung vorzulegen ist. Aber leider durfte ich nicht sprechen. Formal war das korrekt, denn in der Geschäftsordnung steht, dass zu der Antwort auf eine Frage nur der sprechen darf, der ursprünglich die Frage gestellt hatte. Von der Sache her ist es aber unsinnig, denn die Antwort enthält für alle Mitglieder der BV neue Informationen, zu denen sie deshalb auch Stellung nehmen können sollten. Und gehandhabt haben wir das die ganzen sechs Jahre nicht so. Wozu Corona doch alles herhalten muss. 17.08.2020

GUT Köln – Tom Lappe –

Liebe Worringer,

danke nochmal für die Einladung, die wir gerne angenommen haben. Trotz des Regens haben wir den Spaziergang durch die Rinderwiesen als interessant und aufschlussreich empfunden. Eure Erläuterungen haben das Bild, dass wir durch das Lesen der städtischen Unterlagen hatten, ergänzt und relativiert. Deutlich wurde dabei die fragwürdige Qualität der Ansiedlung der Rinder. Die Begehung hat uns bestätigt in unserem Eintreten für Bürgerbeteiligung. Genau wie ihr sehen wir das „Monitoring“, dem Nachhalten der vor allem qualitativen Umsetzung von Beschlüssen als äußerst wichtig an.Wir haben euch als engagierte Menschen vor Ort kennengelernt. Ihr habt auch deutlich gemacht, dass ihr euch für Naturschutz einsetzt, aber auch Kompromissbereitschaft signalisiert, was u.a. auch die Begehbarkeit für Hundebesitzer betrifft.Wir werden uns nach der Wahl für eine Umsetzung des vereinbarten Monitorings der Beweidungsmaßnahme für die Verbesserung des Natur- und Klimaschutzes einsetzen und bei der Kommunikation mit allen Beteiligten unterstützen.

Tom Lappe & Steffen B

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser diesjähriges RhineCleanUp war wieder ein voller Erfolg.

Wir waren insgesamt 30 Personen, die sich zum Müll sammeln in der Worringer Rheinaue getroffen haben – mit bei dieser Aktion war auch Herr Kießwetter und 2 Kollegen (Grüne). Vor dem Start um 10 Uhr wurden Westen, Handschuhe und Müllsäcke verteilt. Dann ging es los zum Sammeln. Einige aus der BI „Unser Worringen“ hatten Bollerwagen dabei, damit die – teils schweren – Säcke zum Ausgangspunkt am Werthweg transportiert werden konnten. Wir haben in der Zeit von fast 3 Stunden insgesamt über 2 Tonnen Müll in der Rheinaue gesammelt und das war bei weitem noch nicht alles.

Die AWB – bei der unsere Aktion auch angemeldet war – stand zum Ende der Veranstaltung schon bereit, um die ganzen Müllsäcke, alte Reifen, ein Grill, jede Menge Plastikteile, Flaschen und sogar eine Badewanne abzuholen. Gegen 13 Uhr war der Platz am Werthweg wieder aufgeräumt und sauber.

Wir bedanken uns herzlich bei allen kleinen und großen Müllsammlern für dieses tolle Ergebnis.

Nur mit Unterstützung von den Bürgern kann es uns gelingen, unser Naturschutzgebiet zu erhalten. Die BI „Unser Worringen“ wird auch im nächsten Jahr wieder bei dieser Aktion – hoffentlich wieder mit vielen Helfern – dabei sein.

Bilder zum Rhine CleanUp 12. September 2020 – Rheinaue Worringen