Offener Briefder Bürgerinitiative Unser Worringen an den Worringer Bürgerverein

Liebe Worringerinnen und Worringer,

mit ungläubigem Erstaunen haben wir als Mitglieder des Bürgerverein Köln-Worringen e.V. einen Brief, den Herr Kaspar Dick (Vorsitzender) und Herr Paul-Reiner Weissenberg (stv. Vorsitzender) am 25.11.2020 im Namen unseres Bürgervereins Köln-Worringen e.V. an unseren Bezirksbürgermeister Reinhard Zöllner gesendet haben, zur Kenntnis genommen. (Quelle: https://buergerverein-merkenich.de/wp-content/uploads/2020/12/Runder-Tisch-NSG-Stellungnahme-Worringen.jpeg)

In diesem Schreiben ging es um einen Antrag, den Inan Gökpinar als Fraktionsvorsitzender der SPD Chorweiler in der Bezirksvertretungssitzung vom 03.12.2020 stellte. Für die neue Legislaturperiode hat sich die SPD-Fraktion in der BV Chorweiler zum Ziel gesetzt, mehr Bürgerbeteiligung, in diesem Fall in Form eines „Runden Tisches“, zu ermöglichen.

Der Bürgerverein Köln-Worringen e.V. hat es sich ebenfalls, wie man der Homepage des Vereins entnehmen kann, „(…) zur Aufgabe gemacht, unter Wahrung der politischen und konfessionellen Neutralität die Interessen der Worringer Bürgerinnen und Bürger wahrzunehmen“,
in dem er

  • „in allen den Stadtteil betreffenden Fragen Verbindung zu Rat und Verwaltung der Stadt Köln, zur Bezirksvertretung, zu politischen Parteien und sonstigen Gruppierungen hält.
  • Vorschläge für Verbesserungen im Stadtteil macht. Er nimmt Anregungen auf, fördert bürgerschaftliches Engagement und übt bei Bedarf Kritik.
  • mit allen Vereinen und Gemeinschaften, die sich Worringen verpflichtet fühlen, kooperiert.
  • sich für Landschaftspflege und Umweltschutz einsetzt. Stille Erholung auf vorhandenen Wegen muss für die Bürger auch in den Naturschutzgebieten dauerhaft gewährleistet bleiben.“

(Quelle: https://www.bv-worringen.de/buergerverein/historie-leitlinien )

Und genau diesen selbstgesetzten Zielen widerspricht sich der Bürgerverein Köln-Worringen e.V. mit dem oben genannten Schreiben in allen Punkten!

Bei der als Argumentationshilfe gelieferten Behauptung, dass „die Rückmeldungen aus der Bevölkerung durchweg positiv wären“, kann es sich lediglich um einen subjektiven Eindruck handeln, da eine repräsentative Befragung der etwa 400 Mitglieder, geschweige denn der gesamten ca. 11.000 Einwohner Worringens zu keiner Zeit stattgefunden hat.

Da uns das Thema Rheinaue als Naturschutz- und Erholungsraum besonders am Herzen liegt, haben wir in der Vergangenheit mehrfach das Gespräch mit dem Vorstand unseres Bürgervereins gesucht. Wenn der Vorstand uns auch nicht die gewünschte Unterstützung zusagen wollte, sicherte man uns zumindest eine „friedliche Koexistenz“ zu. Dieser Kompromiss wurde spätestens mit dem oben genannten Brief an den Bezirksbürgermeister ad absurdum geführt.

Unabhängig davon, dass wir uns als Bürgervereinsmitglieder von einer (inoffiziellen) Denunzierung einzelner Oppositionsmitglieder und (Worringer) Gruppierungen, ausdrücklich distanzieren wollen, wünschen wir uns zukünftig einen Bürgervereinsvorstand, der seiner Verantwortung als Bindeglied zwischen Politik, Verwaltung und allen Worringer Bürgern in der oben erwähnten Neutralität nachkommt. Dazu bedarf es zwingend einer offenen Kommunikation und einer verlässlichen, konstruktiven Zusammenarbeit in allen den Stadtteil betreffenden Belangen.

Weil Worringen uns allen am Herzen liegt!

In diesem Sinne wünschen wir einen guten Start ins neue Jahr!

Ihre Bürgerinitiative Unser Worringen